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29.04.2005

Erfolgreiches Frühlingskonzert

Dülmen. Traditionelle Märsche, Pop-Potpourris und Tanzmelodien waren die musikalischen Schwerpunkte des Frühlingskonzerts der Stadtkapelle Dülmen. Rund 250 Zuhörern bereitete das Blasorchester im St.-Barbara-Haus einen kurzweiligen Nachmittag.
Den Auftakt machte das Jugendblasorchester unter der Leitung von Martin Kissenkötter, diesmal mit Highlights aus dem Film "Shrek 2". "Viele bekannte Pop- Songs haben den Film letztes Jahr zu einem Kassenschlager gemacht", erklärte Kissenkötter, der durch das Programm führte. Weiter ging es mit einer kleinen, fröhlichen Melodie - "The Funny Pumpkins" (Die fröhlichen Kürbisse) - mit Posaunen- Soli von Emily Pieschalka, Maximilian Riddermann und Robert Heger. Das Jugendorchester beschloss seinen Auftritt mit einem Medley der legendären Gruppe Queen. Es stimmte den Song-Mix mit dem mitreißenden Schlagzeug-Muster zu "We Will Rock You" an.

Die Stadtkapelle begab sich in ihrem Programmteil zunächst auf ein für Blasorchester vertrautes Gebiet: Unter der Leitung von Erich Holtstiege startete sie mit dem schwungvollen Marsch "König Ludwig II", benannt nach dem bayrischen Märchenkönig. Das Thema "Märsche" griff die Kapelle auch im weiteren Verlauf des Konzerts immer wieder auf. Den ersten Teil vor der Pause beendeten sie mit dem Florentiner Marsch. Im zweiten Teil spielten sie "Melodie und Harmonie", einen Marsch von Siegfried Rundel, und "Unter dem Doppeladler", einen österreichischem Marsch. "Zu preußischer Militärmusik marschiert man in Stiefeln, zu österreichischer geht man in Schnürschuhen. Denn die ist weniger zackig", erzählte Kissenkötter dem Publikum.

Dass sie auch andere Rhythmen beherrschte, bewies die Stadtkapelle mit Kompositionen, die verschiedene Tanzstile verarbeiteten. Die "Suite In Rhythm" basiert auf den Takten von Standardtänzen wie Samba und Foxtrott. "Holiday For Drums" ist ein Swing-Stück im Glenn-Miller-Sound. Und mit "Amaro" legte die Stadtkapelle einen temperamentvollen Latin-Beat hin.

Das Orchester baute außerdem Filmmusik in sein Programm ein. Dabei war die Komposition "La Storia" von Jacob de Haan etwas Besonderes: Es ist eine Filmmusik, zu der es keinen Film gibt. "Jetzt sind Sie gefordert", sagte Kissenkötter zum Publikum. Der Komponist wollte nämlich, dass sich die Zuhörer zu dieser Musik ihre eigene Filmphantasie ausdenken. "La Storia" nimmt Elemente bekannter Filmmelodien auf - romantische und melancholische Passagen, fröhliche Promenaden und kriegerische Tonfolgen.

Zur Freude der Zuhörer ließ die Stadtkapelle zwei große Pop-Gruppen wieder aufleben - das Folk-Duo Simon & Garfunkel und das schwedische Erfolgs-Quartett ABBA. Laut summte das Publikum die Songs des Medleys mit - "Waterloo", "Fernando", "Dancing Queen". Martin Kissenkötter hatte eine Anekdote zum Schmunzeln parat: "Der Name ‚ABBAÂÂÂ’ steht für die Vornamen der vier Musiker - er ist aber gleichzeitig der Name einer schwedischen Fischfabrik."








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